Havelquellreich
 
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Pieverstorf




Pieverstorf, ein ruhig, am Ufer des Dambecker Sees gelegener kleiner Ort mit ca. 70 Einwohnern, ist zugleich Wohn- und Ferienort. Für die Gäste stehen mehrere moderne Ferienhäuser und –wohnungen z.T. ganzjährig zur Verfügung.
Zwischen Pieversdorf und Ankershagen entspringt die Havel, deren Quelle über den neu angelegten Havelquellwanderweg leicht zu erreichen ist. Auf der Wanderung von Pieverstorf nach Kratzeburg kündet einer der größten bronzezeitlichen Burgwälle Norddeutschlands von der germanischen Besiedlung des Havelquellgebiets um 1000 v.u.Z..

Der Ort, der 1957 zur Gemeinde Kratzeburg kam, wurde 1273 als „Pywesdorp“ erstmals urkundlich erwähnt. Während des Bestandes der beiden mecklenburgischen Großherzogtümer gehörte Pieverstorf zum Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, während die anderen Dörfer der Gemeinde zum Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz gehörten.
Pieverstorf ist ein ehemaliges Gutsdorf, das nur geringe Erträge abwerfend, häufig den Besitzer wechselte. Von 1519 an war das Gut ca. 200 Jahre lang im Besitz der Familie von Holstein auf Ankershagen. Im Jahre 1790 kaufte Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg-Strelitz das Gut für seinen Bruder Prinz Ernst. Der letzte Besitzer Voß wurde 1945 im Zuge der Bodenreform enteignet und das Land an 20 Neubauern vergeben.
Das Gutshaus ist 1944 bis auf einen Anbau, der heute als Wohnhaus dient, abgebrannt. Die erhalten gebliebenen Gebäude des Gutes werden nach aufwändiger Sanierung heute als Wohn- und Ferienhäuser genutzt. Kennzeichnend sind die vielen Feldsteinbauten, die wie die Pflasterstraße und die Gutshofmauer, aus den seit der Eiszeit hier reichlich vorkommenden Steinen errichtet wurden.




 



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